Kritik: Scannerpersönlichkeit Test von Anne Heintze (Open Mind Akademie)

Jetzt auf dem Prüfstand: der Scannerpersönlichkeitstest von Anne Heintze (Open Mind Akademie).

Hier handelt es sich eigentlich nur um eine Stichpunktliste, die man mit Ja, Nein, oder „lautem JA“ (an dieser Stelle ein stilles: „Häh?“) für sich beantworten soll.

Zusammen mit der Aussage, das man „Ja“ annehmen soll, wenn ein Punkt „zumindest teilweise“ zutrifft, wird man also aufgefordert, doch bitte bitte lieber „Ja“ zu sagen wenn irgend möglich. Mit freundlichen Grüßen an die autosuggestiven Fähigkeiten des Probanden – möge er doch bitte sogleich seinen Geldbeutel bereit halten!

Mit dieser Vorgabe gefüttert und mangelndem Argwohn ausgestattet, wird es dem geneigten Besucher leider allzu leicht fallen, sich als eben solch eine Scannerpersönlichkeit zu identifizieren. Vor allem weil die Auswahl der Stichpunkte durch gröbste Verallgemeinerungen besticht, die kaum jemand verneinen kann. Dazu kommt, das der Besucher sich die Ja/Nein Punkte selbst merken oder notieren muss, eine automatisierte (neutrale) Auswertung erfolgt nicht.

Die Stichpunkte gebe ich nur paraphrasiert wieder, da die Liste explizit mit Copyright Hinweis versehen ist (unnötigerweise, da das Copyright auch ohne den Hinweis ohne Einschränkungen greift, hier ist jemand paranoid). Jedoch bezweifle ich, dass diese Liste die dafür nötige Schöpfungshöhe für ein schützenswertes Werk überhaupt erreicht bzw. inwiefern sich die Liste qualitativ von Omas Einkaufsliste unterscheidet. Vielleicht ist der Copyright Hinweis auch nur deswegen gegeben, weil solch ein Hinweis die Liste als solches für den Laien „aufwertet“, gerade weil sie explizit als „schützenswert“ hervorgehoben wurde. Naja, wer drauf reinfällt ist ziemlich sicher ein Scanner.

In der Einleitung zur Prüfliste steht, das dies Merkmale für eine Scannerpersönlichkeit bzw. Vielbegabung sein sollen, die dem Besucher „einen sicheren Hinweis geben können“. Allein diese Formulierung ist schon vielversprechend. Schauen wir uns diese Merkmale mal genauer an:

  1. unstillbare Neugierde seit der Kindheit
  2. sehr breites Wissen
  3. Details weniger wichtig als großes Ganzes
  4. schnelle Begeisterung für neue Themen
  5. grundlegende Zusammenhänge schnell durchschauen
  6. sehr gute Beobachtungsgabe
  7. Probleme mit „Langweilern“
  8. kann sehr gut motivieren
  9. starke Intuition
  10. viel lesen (gleichzeitig, über unterschiedliche Themen)
  11. kritisches, unabhängiges Denken
  12. in Problemen aufgehen (wenn motiviert)
  13. möchte Routineaufgaben vermeiden
  14. mag höchst unterschiedliche Themen
  15. schon vielen Hobbies/Interessen nachgegangen
  16. gern unkonventionell, auffallend gekleidet
  17. unabhängiges arbeiten bevorzugt, speziell Probleme durchdenken
  18. mehrere Ziele auf einmal setzen
  19. sich als individuell empfinden
  20. Meinungen von Autoritäten werden für unwichtig befunden
  21. Konventionen und Traditionen kümmern wenig
  22. sprunghaft Interessen ändern
  23. Suche gleichartige Menschen
  24. gut einfühlen und motivieren
  25. auffallend hohes Energielevel (alle Ebenen!)
  26. Facettenreich (bez. als Chamäleon)

Wer sich ob solcher Allgemeinplätze an den Kopf fasst, braucht meine Begründungen eigentlich nicht mehr zu lesen. Sie sind so offensichtlich, das es schmerzt sich vorzustellen, jemand könnte diesem Test auch nur die geringste Bedeutung zumessen.

Dafür habe ich mich entschlossen, stellvertretend für die Allgemeinheit die Fragen der Wahrscheinlichkeit nach mit JA, Ja oder Nein zu beantworten.

  1. Unstillbare Neugierde – Kinder sind generell neugierig. Sich diese Neugierde bis heute zu erhalten, ist weder schwer noch so selten wie man das allgemein annehmen möchte. Der Punkt spielt auf ein Klischee an, den „Al Bundy“ unter uns. Sprich: die neophobe Persönlichkeit, von denen jeder sicher Exemplare kennt und garantiert nicht dazu zählen will. Ich nehme an, das niemand wirklich dieses Merkmal mit „Nein“ beantworten würde, außer man wäre selbst neophob. Aber dann wäre man wohl kaum auf dieser „neuen“ Webseite gelandet. (JA: 0 / Ja: 1 / Nein: 0)
  2. „Ich weiß, das ich nichts weiß“. Wissen ist ein weit gefasster Begriff, so schreibt Wikipedia: „Wissen umfasst eine große Anzahl verschiedenartiger Phänomene“. Wer würde nicht von sich behaupten, über viele verschiedene Phänomene Kenntnis zu haben? Na, irgendwer? (JA: 0 / Ja: 2 / Nein: 0)
  3. Details sind weniger wichtig als das große Ganze. Jedoch kann man im großen und Ganzen Scheitern, wenn man nicht auf Details achtet. Auch dieses Merkmal, sowohl „Details wie auch „das große Ganze“ lassen viel Raum für Interpretationen. Ich bin nachsichtig und vergebe mal ein Nein, da manch einer sicher Detailverliebt ist oder diesen Widerspruch (ein großes Ganzes besteht aus vielen Details) erkennt. (JA: 0 / Ja: 2 / Nein: 1)
  4. Schnell für neue Themen begeistern. Nun, ich bin sicher, das jeder beides kennt: ein Thema, dessen Begeisterung (Enthusiasmus) erst mit der Zeit kam, meist durch (erzwungene) Beschäftigung mit dem Thema. Jedoch, sobald man sich einem Thema aus eigenem Interesse nähert, wird man sich auch dafür begeistern. Sonst würde einen das Thema auch gar nicht weiter interessieren, oder? Und das man sich wenigstens einmal für ein neues Thema richtig begeistern konnte, das kann niemand leugnen. (JA: 0 / Ja: 3 / Nein: 1)
  5. Schnell Zusammenhänge durchschauen ist eine der Grundkompetenzen des Menschen. JA, verdammt! (JA: 1 / Ja: 3 / Nein: 1)
  6. Eine gute Beobachtungsgabe hat sicher jeder. Und wie bei so vielen Punkten stellt sich die Frage nach der Definition – was soll gut beobachtet sein? Und inwiefern unterscheidet sich das vom vorigen Punkt? Gute Beobachtungsgabe und Zusammenhänge durchschauen bauen aufeinander auf. Beispiele dafür wird jeder sofort in sich finden. Also tippe ich ein dickes JA ein. (JA: 2 / Ja: 3 / Nein: 1)
  7. Probleme mit „langweiligen“ Menschen hat sicher jeder. Was hier unter Problem zu verstehen sein soll, bleibt dem Besucher überlassen. Da hier die Konnotation und der Kontext nahe legt, das mit Problem eher die persönliche Abneigung gemeint ist („Alder, hast du Problem mit mir oder was?“), und „langweilige“ Menschen sowieso Antipathien wecken, kann ich gar nicht anders als diesen Punkt mit einem fetten JA zu bewerten. (JA: 3 / Ja: 3 / Nein: 1)
  8. Kann sehr gut motivieren. Ich werte hier einfach mal mit Nein, weil man nicht mit Fug und Recht behaupten kann, das dieser Punkt auf jeden zutrifft. Mir scheint, als wäre dieses Merkmal ebenso wie Punkt 3 eingefügt, um die Liste nicht vollständig mit rein positiven Suggestionen zu bestücken. (JA: 3 / Ja: 3 / Nein: 2)
  9. Starke Intuition. Intuition an sich ist die Fähigkeit, ohne Gebrauch des Verstands zu einer (gültigen) Einsicht zu gelangen. Stark als Adjektiv ist an dieser Stelle seltsam, da man sicher nicht stark intuitiv sondern höchstens häufig oder sehr treffsicher intuitiv handeln kann. Eher ein Ja. (JA: 3 / Ja: 4 / Nein: 2)
  10. Viel lesen. Und dazu noch gleichzeitig, über verschiedene Themen. Wäre das Internet nicht erfunden, es wäre sicher für die wenigsten zutreffend. Jedoch werden wir uns heute häufig über viele Dinge gleichzeitig informieren. Da lesen wir offline ein Buch, haben ein Magazin auf dem Tablet abonniert, lesen über tagesaktuelle Themen online und recherchieren auf Wikipedia nach einem Wort, dessen genaue Definition sich uns bislang entzog. Ich gehe davon aus, das die meisten, die auf dem Weg der Nachforschung zu dem Test gelangt sind, diesem Punkt zustimmen werden.  (JA: 3 / Ja: 5 / Nein: 2)
  11. Kritisches, unabhängiges Denken. JA! Noch nicht einmal die DDR hat es geschafft, diese Eigenschaft des Menschen völlig zu unterdrücken. Also wer das nicht kräftig bejaht, den sollte man vielleicht mal genauer überwachen. Zumal man gar nicht abhängig Denken kann, das wäre ja kein Denken mehr. Ebenso ist die kritische Auseinandersetzung mit Sachverhalten eine Grundeigenschaft des Denkens. Im übrigen halten sich besonders die Dümmsten für die kritischsten Denker. Siehe: Verschwörungstheoretiker. (JA: 4 / Ja: 5 / Nein: 2)
  12. In Problemen aufgehen kann der Scanner, aber nur, wenn er motiviert ist. Diese Anmerkung mit der Motivation ist seltsam, denn ohne Motivation kann man ohnehin nicht in einem Problem aufgehen. Das wäre dann eher ein Automatismus, den man lethargisch durchlebt. Etwa so, wie manche Auto fahren. Interessant ist hier, das das „in einem Problem aufgehen“ der Definition von Barbara Sher widerspricht! Sher klammert explizit solche Menschen als Scanner aus, welche sich in ein Thema sehr vertiefen können! Da man aber immer, wenn man motiviert ist, auch in Problemen aufgehen kann, werte ich mit einem einfachen Ja. (JA: 4 / Ja: 6 / Nein: 2)
  13. Der Scanner möchte Routineaufgaben vermeiden. Nicht nur der Scanner! Mein lieber Schwan, das ist ganz offensichtlich ein dickes JA für jedermann. Uff. Aua. (JA: 5 / Ja: 6 / Nein: 2)
  14. Mag höchst unterschiedliche Themen. Hmmm … da ich aus meiner Erfahrung mit den wenigen, extrem fokussierten Menschen weiß, das sie auch neben ihrer fokussierten Tätigkeit durchaus auch andere Dinge wert schätzen (gutes Essen, Fahrradtouren, Fantasy Romane, Theater, etc), kann ich sicher mit Fug und Recht behaupten, das hier ein Ja fällig ist. Für viele sogar ein dickes JA, aber ich bin in meiner Einschätzung lieber etwas konservativ. (JA: 5 / Ja: 7 / Nein: 2)
  15. Bereits vielen Hobbies und Interessen nachgegangen. Also wenn man Punkt 14 bejaht und das essentiell dasselbe Merkmal ist, gilt auch hier ein Ja als gesetzt. (JA: 5 / Ja: 8 / Nein: 2)
  16. Unkonventionell, auffallend kleidet sich nicht jeder. Ich nehme hier ein Nein an, will aber anmerken, das dieser Punkt wie zuvor Nummer 3 und 8 wohl lediglich der Balance hin zum Nein dient. Eine Aussage über die Persönlichkeit eines Menschen anhand seiner auffälligen Kleidung kann man nun wahrlich nicht treffen – manchmal ist das Rebellion, mal ist es politisch motiviert, mal will man damit seinen neuen Lebensabschnitt veräußerlichen, oder man muss halt berufsbedingt mit Hemd, maßgeschneidertem Anzug, Krawatte und Nadelstreifenhose rumlaufen. Und manch einer, tja, der hat einfach keinen Geschmack. Also nichts, das explizit auf Scanner beschränkt sein kann, daher: Nein. (JA: 5 / Ja: 8 / Nein: 3)
  17. Unabhängiges arbeiten wird bevorzugt. Wer das Vergnügen hat, wird das bejahen. Wer einen Chef hat, der einem alles vorkaut und jede Entscheidung absegnen muss, wird sich mehr Unabhängigkeit wünschen und dies ebenso bejahen. Sicher gibt es auch echte Teamworker, die nur im Team gut funktionieren. Wenn ich aber meine Erfahrung heranziehe, dann stelle ich fest, das in einem gut funktionierenden Team die Unabhängigkeit groß geschrieben wird. Es geht nicht um das alleine arbeiten, sondern weitgehend selbstbestimmt die Arbeit zu gestalten. Daher komme ich um eine Ja Wertung nicht herum. (JA: 5 / Ja: 9 / Nein: 3)
  18. Mehrere Ziele auf einmal setzen. Was soll man darunter verstehen? Hier geht es nicht um die Gleichzeitigkeit, sondern eher um eine zeitliche Abfolge: 1) Dokument WN-ZRA-3 Abgabe bis 17 Uhr 2) rechtzeitig um 18:30 zum Abendessen zuhause sein 3) Dann gleich in die Kiste (maximal ein Quickie), da morgen früh um 7:00 Termin mit Kunde. Weitere Beispiele aufzuführen wäre müssig. Wenn man sich genau hinterfrägt, wird man immer feststellen, das man mehrere Ziele auf einmal verfolgt. Solche, die sich ergänzen, und solche, die sich gegenseitig ausschliessen und in zeitliche Harmonie gebracht werden wollen. Ich bin aber zurückhaltend und werte das „nur“ als ein Ja, weil das Merkmal zuviel Interpretationsspielraum lässt. (JA: 5 / Ja: 10 / Nein: 3)
  19. Sich als individuell empfinden? Nein, das können doch nur Punker!! Ja gut, und die Tekknos halt. Ach, und die Homos. Naja, die meisten Esoteriker halten sich auch für Hochindividuell. Auch der Hans-Peter von nebenan hat inzwischen das Hakenkreuz an seiner Tür durch ein Peace Zeichen ersetzt. Jetzt aber im Ernst: JA verdammt! Und: es tut so weh, anzunehmen, das könnte jemand ernsthaft verneinen. (JA: 6 / Ja: 10 / Nein: 3)
  20. Meinungen von Autoritäten sind unwichtig. Wow, rekapitulieren wir hier erneut den vorangegangenen Punkt oder was? Gut, vielleicht wird manch ein braver Mensch denken: „also so dumm können die Autoritäten nicht sein, wenn sie es bis in diese Position geschafft haben“. Was auch kein verkehrter Gedanke wäre. Da ich sonst so selten dazu komme, werte ich also mal vorsichtig mit Nein. (JA: 6 / Ja: 10 / Nein: 4)
  21. Nicht um Konventionen und Traditionen kümmern. Auch hier treffen sich wieder die zwei vorangegangenen Punkte. Ich behaupte, jeder wird sich erinnern können, wie er oder sie mal gegen Konventionen oder Traditionen verstossen hat. Definitiv ein Ja. (JA: 6 / Ja: 11 / Nein: 4)
  22. Schnell und unerwartet (sprunghaft) seine Interessen ändern, kann jeder. Wird auch jeder mehr als einmal gemacht haben. Wir alle kennen dieses Szenario: wir vergucken uns in ein Thema. Besorgen uns Informationen und Material. Machen erste Gehversuche und sind entweder ernüchtert und geben die Sache wieder auf, oder: es ergibt sich zufällig eine noch wahnsinnigere, interessante Gelegenheit, sich für etwas anderes zu begeistern. Quasi wie das etwas wackelig verlaufende erste Date mit einer „8“ Person, in das die glatte „10“ in Form der Jugendliebe reinplatzt, und frägt, ob er/sie die nächsten Tage bei einem übernachten könne. Ich denke aber ein einfaches Ja genügt hier. (JA: 6 / Ja: 12 / Nein: 4)
  23. Auf der Suche nach gleichartigen Menschen, das ist so alt wie die Menschheit selbst. Natürlich such jeder nach gleichartigen Menschen! Die finden sich und zünden dann Flüchtlingsunterkünfte an. Selbst, wer nicht aktiv nach gleichartigen Menschen sucht, wünscht sich doch wenigstens insgeheim, sie zu finden oder zu kennen. Ich schüttele meinen Kopf und heraus fällt ein fettes JA! (JA: 7 / Ja: 12 / Nein: 4)
  24. Gut in andere einfühlen und motivieren kann sicher nicht jeder. Interessant, das das der gleiche Punkt wie Nummer 8 ist, welches ebenfalls in die Kategorie „Nein-Balance“ fällt. Also auch hier: Nein. Weil der Test nicht gar zu eindeutig sein will. (JA: 7 / Ja: 12 / Nein: 5)
  25. Ein auffallend hohes Energielevel auf allen Ebenen. Die Ebenen heben die Energien vermeintlich in esoterische Sphären, aber ich bleibe mal argumentativ auf dem Boden und deute es dahingehend, das man so etwas wie eine treibende Kraft ist mit großer Ausdauer in allen Bereichen. Ich tendiere dazu, das das nicht jeder von sich mit Fug und Recht behaupten kann, also nein. (JA: 7 / Ja: 12 / Nein: 6)
  26. Viele Facetten haben ist ähnlich banal wie Nummer 19: sich als individuell empfinden. Da das Merkmal aber seltsamerweise einschliesst, das man als „Chamäleon“ bezeichnet wurde, bin ich konservativ und sage nur deswegen nochmal nein. (JA: 7 / Ja: 12 / Nein: 7)

Kommen wir zur Auswertung: der durchschnittliche Proband dieses Tests wird also etwa 19 mal Ja sagen wohingegen etwa 7 Nein Stimmen stehen. Wenn das schon nicht eindeutig war, sind etwa die Hälfte der Ja Stimmen mit an Sicherheit grenzender Hochempfindlichkeit auch noch dicke, fette „JA!„.

Was heißt das nun?

Glückwunsch! Sie haben diesen komplett sinnbefreiten Scannerpersönlichkeits-Test erfolgreich bestanden. Sie sollten nun Ihre Kreditkarte bereit halten.

Vielleicht haben Sie nun so ein Gefühl von Zugehörigkeit entwickelt, da sie doch nach diesem Test zweifelsohne eine Scannerpersönlichkeit sein müssen? Laut Frau Heintze ist das schließlich das einzig wichtige an diesem Test:

Das einzige was wichtig ist, ist das du das Gefühl von Zugehörigkeit hast.

Das ist so banal, und fast schon nicht mehr suggestiv, das ich das einfach so stehen lassen kann. Hier gibts jedenfalls keine neuen Erkenntnisse zu gewinnen. Es sei denn, man ist noch nie einem Bauernfänger auf den Leim gegangen. Das kann sogar dem überzeugtesten Scanner passieren!

Um zu verstehen, wie die in diesem Test verwendeten Allgemeinsätze zwangsläufig ein positives Urteil ergeben, aber diese Erkenntnis jedoch alles andere als bahnbrechend oder „Stein vom Herzen fallend“ ist, empfehle ich die z.B. Seite Egomanie.com – dort wird ausführlich über die suggestiven Techniken von Mentalisten berichtet – die nutzen eben solche Allgemeinsätze. Dann merkt man schnell, wie leicht solche allgemeinen Aussagen uns eine Zustimmung abringen können, weil sie von vornherein auf Zustimmung formuliert sind!